| Die EU-Kommission hat gestern Abend den Emissionshandel ausgesetzt. Grund sind Hackerangriffe, die es auch in Österreich gab. Die Sperre werde zumindest bis Mittwoch dauern, sagte eine Sprecherin heute in Brüssel. Den Hackern ist es auch gelungen, sich in das Netz der heimischen Emissionsregisterstelle ECRA einzuschleusen und eine Transaktion durchzuführen, die auf ein ausländisches Konto ging. Das Konto ist mittlerweile eingefroren und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Den Wert der Transaktion wollte ECRA-Sprecherin Theresia Nestlang auf APA-Anfrage nicht nennen. Der Angriff fand am 10. Jänner statt, seit diesem Tag liegt die Seite der Umweltbörse brach. „Es gibt im Moment keine Transaktionsmöglichkeit. Wir arbeiten aber an dem Problem“, so Nestlang. Der Angriff in Österreich war kein Einzelfall. Laut Medienberichten sind Hacker in mehrere nationale Computersysteme eingedrungen und haben Verschmutzungsrechte gestohlen. Betroffen sollen neben Österreich die EU-Länder Tschechien, Griechenland, Polen und Estland sein. In Tschechien wurden nach Angaben eines Marktteilnehmers europäische Emissionsberechtigungen im Wert von 6,7 Mio. Euro gestohlen. Quelle: orf.at |
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