| Hacker knackt Gratis-Zugang mit vier Zeilen Programmcode. Hacker öffnet Gratis-Zugang zur Online-Ausgabe der "New York Times": Vor kaum vier Tagen hat die New Yorker Zeitung ihre Inhalte kostenpflichtig gemacht, schon knackt ein kanadischer Programmierer das Abrechnungssystem der Internet-Seite. Vier Zeilen Programmcode sollen genügt haben, um die Bezahlschranke zu überwinden. Deren Entwicklung soll umgerechnet zwischen 30 und 35 Millionen Euro gekostet haben. Seit dem 17. März ist der Zugang zur Online-Ausgabe der "New York Times" kostenpflichtig. Seit diesem Tag können Besucher pro Monat nur noch 20 Artikel kostenlos lesen, danach kostet der uneingeschränkte Zugriff auf die Online-Inhalte umgerechnet 2,70 Euro pro Woche. Die Sperre gilt zunächst nur für Kanada, die USA und der Rest der Welt sollen jedoch in wenigen Tagen folgen. Der kanadische Programmierer David Hayes hat es geschafft, dieses System mit nur vier Zeilen Programmcode zu unterlaufen. Das berichtet die Denkfabrik Niemann Journalism Labs, die sich mit zukünftigen Modellen des Journalismus beschäftigt und deshalb das Bezahl-Experiment der "New York Times" besonders genau beobachtet. Ein paar Programmzeilen umgehen Zahlungssystem - Für seine Umgehung nutzte Hayes eine fundamentale Schwäche der Bezahlschranke: Sobald ein Nutzer sein monatliches Frei-Kontingent aufgebraucht und nicht für den kostenpflichtigen Zugang bezahlt hat, wird eine Art Filterblende über die Artikel und Seiten gelegt. Diese Überlagerung konnte Hayes ganz einfach ausblenden. Damit jedoch nicht genug: Hayes entwickelte weiteren Programmcode, mit dem Leser der "New York Times" ohne Abo auch in Zukunft vollen Zugriff auf die Inhalte der Seite haben können. Experte Joshua Benton von den Nieman Journalism Labs vermutet deshalb, dass es bald für gängige Browser wie Firefox, Google Chrome oder Apple Safari entsprechende Erweiterungen geben dürfte. "New York Times" 2007 mit Bezahlinhalten gescheitert - Laut Nieman Journalism Labs soll die "New York Times" umgerechnet zwischen 30 und 35 Millionen Euro in die Entwicklung des neuen Bezahlsystems investiert haben. Zahlende Leser sollen die Online-Ausgabe dann ganz ohne störende Werbung nutzen können. Die "New York Times" wollte bereits 2007 die Online-Inhalte nur noch gegen Bezahlung anbieten. Das blieb jedoch erfolglos, die Zugriffszahlen sanken dramatisch. Das Medienunternehmen stellte deshalb damals seinen ersten Versuch mit Bezahlinhalten schnell wieder ein. Quelle: t-online.de |
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