| Nun hat es auch ein bekanntes deutsches Unternehmen erwischt: Der Softwarehersteller Ashampoo meldet einen erfolgreichen Hackerangriff auf seine Server - und warnt seine Kunden vor möglichen Folgen. Der deutsche Softwarehersteller Ashampoo hat einen erfolgreichen Hackerangriff auf einen seiner Server öffentlich gemacht. Es habe einen unautorisierten Zugriff gegeben, teilte das Unternehmen seinen Kunden per E-Mail mit. Den Angreifern sei es gelungen, Adressdaten wie Namen und E-Mail-Adressen zu entwenden. Die Sicherheitslücke sei inzwischen geschlossen worden. Ashampoo stellt unter anderem mehrere bekannte und weit verbreitete Programme zur Systempflege von Windows her. Aus dem Haus stammen unter anderem der WinOptimizer, der Registry Cleaner und der UnInstaller. Auch Sicherheits- und Multimediaprogramme werden in Oldenburg programmiert. Nach eigenen Angaben bringt es das Unternehmen auf mehr als 131 Millionen Programminstallationen weltweit. Konto- oder Kreditkartendaten seien «definitiv nicht» unter den gestohlenen Informationen, so Ashampoo, «da wir diese Daten von unseren Shopdienstleistern nicht auf unseren Systemen vorhalten». Trotzdem warnt das Unternehmen ausdrücklich vor möglichen Folgen des Datenklaus. Angst vor manipulierter E-Mail-Flut - Die Hacker könnten nun versuchen, an die gestohlenen E-Mail-Adressen gefälschte Bestellbestätigungen im Namen anderer Firmen zu versenden. «Die E-Mails enthalten ein manipuliertes PDF-Dokument im Anhang, welches offenbar eine Sicherheitslücke ausnutzt, um schadhaften Code nachzuladen, sobald man das PDF versucht zu öffnen», so die Gefahrenbeschreibung. Deshalb wird an allgemeine Verhaltensregeln im Umgang mit E-Mails und dem Internet erinnert: Bei elektronischer Post von unbekannten Absendern immer misstrauisch werden. Auf keinen Fall Anhänge von unbekannten Absendern öffnen. Firewalls und Anti-Viren-Software immer auf dem aktuellen Stand halten. Komplexe Passwörter verwenden und immer wieder ändern. In den vergangenen Monaten hat es zahlreiche Hackerangriffe auch auf große Unternehmen gegeben. Sony wurde ebenso Opfer der Kriminellen wie die Europäische Raumfahrtagentur. Ashampoo hat den Einbruch in die Sicherheitsarchitektur inzwischen bei der Polizei angezeigt. In der entsprechenden Unternehmensmitteilung wird allerdings im gleichen Atemzug die Hoffnung auf eine schnelle Aufklärung des Vorfalls gedämpft: «Die Spuren der gut getarnten Hacker verlaufen sich aktuell leider im Ausland, was den Aufwand der deutschen Strafverfolgungsbehörden massiv erhöht und eine Aufklärung erschwert.» Quelle: news.de |
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