| Zehntausende Internet-Kunden des Schulbuchverlags Westermann sind Opfer eines Hackerangriffs geworden. Von Russland aus seien Kundendaten mit Bankverbindungen kopiert worden, teilte Verlagssprecher Rainer Westermann am Freitag mit. Kreditkartendaten waren nicht betroffen.
Sicherheitsexperte: Hacks häufen sich - Jürgen Schmidt, Chefredakteur des Fachmagazins "heise Security", sagte gegenüber NDR online, dass sich solche Hackerangriffe in letzter Zeit offenbar häufen. Meist seien Kreditkartendaten Ziel der Hacker, da diese einfacher kriminell zu verwerten seien. Wie groß das Problem tatsächlich sei, könne man nicht sagen - die Dunkelziffer sei sehr hoch. Was die Betrüger mit reinen Bankdaten anstellen, sei schwer vorauszusagen, so Schmidt. In jedem Fall sollten die betroffenen Kunden regelmäßig ihre Kontoauszüge kontrollieren. Betroffene Kunden sollen Konten überwachen - Für Rückfragen richtete der Verlag außerdem eine Hotline ein. Der Verlag rief die Kunden ebenfalls aufgerufen, ihre Kontobewegungen im Blick zu behalten und verdächtigen Abbuchungen zu widersprechen. In diesem Fall müsse die Bank das Geld zurückbuchen, so Westermann. "Wir gehen davon aus, dass unseren Kunden so kein Schaden entstehen wird." Zudem riet Westermann zur Wachsamkeit, falls jemand die Kunden auf der Basis ihrer Bankdaten per Post, E-Mail oder telefonisch kontaktiert. Bislang lägen jedoch keine Meldungen vor, dass die Daten missbraucht wurden, sagte Westermann NDR 1 Niedersachen. Große Hoffnung, den Hintermännern des Hackerangriffes auf die Schliche zu kommen, hat der Verlag nicht. Die Chancen, das herauszufinden, sind laut Westermann gering. Quelle: ndr.de |
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NEWS Westermann-Kunden Opfer von Hackerangriff
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Am 27. Juni hatte das System einen Hackerangriff gemeldet, der von einer russischen Internet-Adresse ausgegangen war. Vor allem von Lehrern seien zehntausende Kontonummern und Bankleitzahlen, aber auch Bestell- und Unternehmensdaten kopiert worden, sagte Westermann. Der Verlag habe das sofort überprüft und die Sicherheitslücke geschlossen. Ein unabhängiger Experte sei außerdem mit der Kontrolle des gesamten Systems beauftragt worden. Alle betroffenen Kunden sowie der Landesdatenschutzbeauftragte seien unverzüglich informiert worden.