| Die rechte österreichische Partei FPÖ bleibt weiterhin ein beliebtes Ziel bei Hackern. Nachdem letzte Woche die Internetseite fpoe.at einer Hacking-Attacke unterlag, gerieten nun die einzelnen Mitglieder ins Schussfeld. Eine Gruppe, die sich selbst als „Team von wiefer NetzpirARR!ten“ bezeichnet, veröffentlichte eine Liste mit rund 20 privaten Telefonnummern von hochrangigen Parteimitgliedern. Diese sollten von amüsierten Lesern für „Telefonstreiche zu ungustiösen Zeiten“ genutzt werden. Überdies wünscht man der FPÖ in einer Stellungnahme „viel Spaß beim Auffinder der platzierten Backdoor“, die man sich offenbar für spätere Einbrüche bereitstellte. Als Motivation für die Tat nennen die Unbekannten, politische Motive. Die FPÖ sei ein Feind der Demokratie und der universalen Menschenrechte. So gäbe es keinen Abgeordneten der FPÖ, dem man nicht zumindest eine ideologische Nähe zum Nationalsozialismus nachsagen könne. In einem Statement des FPÖ-Generalsekretärs Herbert Klickl ist zu lesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen der Server jedoch „auch diesmal“ nicht geknackt worden seien. Genau wie bei der Attacke von Anonymous sei es den Angreifern nicht gelungen, den Schutz der Seite tatsächlich auszuhebeln. Laut Klickl stammen die Telefonnummern lediglich aus dem Speicher eines gestohlenen Mobiltelefons. Auch die die Verantwortlichen des letzten FPÖ-Hacks, „Anonymous Austria“ äußerte sich zu dem Vorfall. Demnach habe man selbst nichts mit der Veröffentlichung der Telefonnummern zu tun und auch die sogenannten „NetzpirARR!ten“ hätten für ihren Coup keinen Server gehackt. Anonymous vermutet vielmehr, dass ein FPÖ’ler selbst die Nummern veröffentlichte. Eventuell aufgrund interner Konflikte. Auf welchem Wege auch immer die privaten Telefonnummern nun an die Öffentlichkeit gelangten - Die Wirkung, die die vermeintlichen Hacker erzielen wollten, wurde definitiv erreicht. Laut Klickl sind die Betroffenen seit der Veröffentlichung teilweise schon mit Morddrohungen konfrontiert worden. Quelle: gulli.com |
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