| Eine neue deutschsprachige Hackergruppe sagt großen Unternehmen den Kampf an. Das sogenannte „0xx0 – Team“ gab am Sonntagmittag bekannt, dass man unter anderem den kompletten Server des bekannten Online-Shops K&M Elektronik kompromittieren konnte und dabei die persönlichen Daten der 840.000 Kunden stahl. Offenbar sind die Hacker nicht im Begriff die Datenbank im Netz zu publizieren. Die Hacker stellten via Mail, Kontakt zu Gulli:News her. Dort wurde uns belegt, dass die Unbekannten allem Anschein nach tatsächlich im Besitz der rund 840.000 Kundenprofile sind. Ein entsprechender Screenshot zeigt, dass in der gestohlenen Datenbank Informationen über E-Mail, Name, Anschrift und vor allem unverschlüsseltem Passwort gemacht werden. In einer Art Vorstellungstext beschreibt die Gruppe auf ihrer Webseite die Motivationen, derart gegen den großen Elektronik-Shop vorzugehen. „Es ging und geht uns hauptsächlich darum, große Unternehmen auf Sicherheitslücken in ihren Webauftritten aufmerksam zu machen“, so die Unbekannten. Jedoch habe es auf dem „legalen Weg“ nie funktioniert. So hätten viele der betroffenen Firmen gar nicht erst reagiert, wenn man sie auf kritische Sicherheitslücken in ihrem System ansprach. Andere drohten sogar rechtliche Schritte gegen die Hacker einzuleiten, die sie auf die Unsicherheiten in ihrem System aufmerksam machen. „Daraus ziehen wir nun unsere Konsequenzen - ab jetzt wird JEDE Lücke gnadenlos veröffentlicht“, heißt es weiter. Von der Publizierung der Daten sehe man jedoch nichtsdestotrotz ab. „Wir müssen das nicht auf den Rücken der Kunden austragen“, erklärten die Hacker Gulli:News in einem kurzen Gespräch. Der Sicherheit der K&M Elektronik – Webseite kann allem Anschein nach nicht vertraut werden. Schon vor zwei Monaten gelang es einem Angreifer, die komplette Datenbank der Kunden abzugreifen. Diese nutzte den Zugriff auf den Server aus, indem er jedem Kunden via Mail einen vermeintlichen Gutschein zusendete. Beim Versuch diesen zu erhalten, wurde jedoch ein Trojaner auf den PC des Opfers geladen. Somit verfügte der Hacker über ein mehrere Tausend Computer starkes Botnetz. Damals hieß es seitens K&M, dass die Sicherheitslücken behoben worden seien. In Anbetracht der aktuellen Geschehnisse scheint dies jedoch nicht der Fall gewesen zu sein. Kunden des betroffenen Shops sind aktuell keiner direkten Gefahr ausgesetzt, insofern die Angreifer ihr Versprechen einhalten und die Datenbank nicht wie der vorherige Hacker missbrauchen. Nichtsdestotrotz sollte man bedenken, dass vermutlich jeder IT-affine Nutzer eventuell die Daten von K&M stehlen könnte. Schließlich blieb auch eine vollständige Behebung der Lücken nach dem ersten Angriff aus. Wichtig ist jedoch, dass man für verschiedene Accounts in jedem Fall verschiedene Passwörter benutzt. Das Schlüsselwort kann noch so schwer zu erraten sein – sobald ein Anbieter von einer Verschlüsselung absieht, besteht eine Gefahr. Die Hacker verkündeten gegenüber Gulli:News, dass in den nächsten Tagen weitere Angriffe auf verschiedene Webseiten stattfinden sollen. Konkrete Informationen liegen hierzu nicht vor. Eine Stellungnahme von K&M ist ebenfalls noch nicht veröffentlicht worden. Quelle: gulli.com |
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