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NEWS Hacker knackt E-Mail-Account von Innviertler Lehrer: 160 Betrugsopfer
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NEWS Hacker knackt E-Mail-Account von Innviertler Lehrer: 160 Betrugsopfer
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„Man steht völlig hilflos da“, klagt Helmuth Wiesbauer-Katzlberger. Ein Hacker aus England hat sich Zugang zu den E-Mail-Adressen des Pädagogen verschafft und anschließend unter dessen Namen einen „Hilferuf“ verschickt. Zwei Freunde des Obernbergers erkannten den Betrug zu spät und zahlten, viele weitere fielen auf eine Mehrwertnummer herein.

Der bakip-Professor und Leiter von Gitarreseminaren ist in der Region sehr bekannt und verfügt schon aus beruflichen Gründen über eine umfangreiche E-Mail-Adressenliste.

Nahezu 1600 Kontakte sind es, besser gesagt waren es. Denn seit dem gemeinen Hacker-Angriff, der offenbar von Großbritannien aus durchgeführt wurde, erhält Helmuth Wiesbauer-Katzlberger keine E-Mails mehr, sie werden umgeleitet. „Ich fürchte, dass alles verloren ist.“

Doch dieser Verlust alleine ist es nicht, der dem Lehrer zu schaffen macht. Mindestens so zu Herzen nimmt sich Helmuth Wiesbauer-Katzlberger den Umstand, dass unter seiner E-Mail-Adresse eine Betrugsmasche abgezogen wurde. Vermutlich jeder auf seiner Adressenliste bekam auf Deutsch eine E-Mail, in der der Empfänger unter h.katzlberger(at)yahoo.de um 950 Euro gebeten wird, weil der Absender angeblich in Aberdeen in Schottland seine Tasche samt Kreditkarte verloren habe (genauer Wortlaut weiter unten).

Auch eine Kollegin des Innviertlers, die Riederin Ina O., war unter den Empfängern. Sie nahm via Netz Kontakt auf, hatte aber von Anfang an eine gewisse Vorahnung. Bestätigt in ihrem Gefühl wurde sie, als es zu einem intensiveren E-Mail-Verkehr kam und dabei das Deutsch von Helmuth Wiesbauer-Katzlberger immer schlechter und fehlerhafter wurde.

Letztlich bemerkte Ina O. auch, dass die E-Mail-Adresse nicht zu hundert Prozent mit der ihres Kollegen übereinstimmte. Es war zwar nur eine Kleinigkeit, aber ihr fiel auf, dass statt eines unterhängenden Bindestrichs ein Punkt vorhanden ist.

Ehe die Lehrerin die Polizei in Ried einschaltete und sämtliches Datenmaterial übermittelte, erlaubte sie sich einen Scherz und schrieb zurück, dass sie nicht 950 Euro, sondern 1950 Euro überweisen werde: „Als kleines Taschengeld“, wie sie anmerkte.

Andere Freunde und Bekannte von Helmut Wiesbauer-Katzlberger riefen zunächst unter einer der beiden Telefonnummern an, die in der E-Mail ebenfalls aufschienen. Dass es sich dabei um Mehrwertnummern handelte, über die ein Batzen Geld abkassiert wird, war nicht ersichtlich. An die 160 Helfer dürften auf diese Weise zur Kasse gebeten worden sein.