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NEWS Daten von Grazer Schulungsfirma "abgesaugt"

Datenklau im großen Stil soll im Umkreis von Schulungsfirmen in Kärnten und der Steiermark betrieben worden sein.

Dabei soll ein Schaden von mehr als 50.000 Euro, laut dem Chef des geschädigten Unternehmens aus Graz sogar in Millionenhöhe, angerichtet worden sein. Stephan Sticher, Eigentümer von "bit - best in training", bestätigte am Samstag Berichte in der "Kleinen Zeitung" und Kronen Zeitung".

Seit längerem war dem Grazer Unternehmen aufgefallen, dass vertrauliche Informationen nach außen drangen. Die interne EDV-Abteilung entdeckte schließlich ein Datenleck, aus dem seit rund zwei Jahren der E-Mail-Verkehr der Geschäftsführung, der Finanzabteilung und der Ausschreibungsabteilung abgesaugt worden sein sollen. Laut Sticher sei eine IP-Adresse eines ehemaligen Mitarbeiters, der heute in Kärnten selbst eine ähnliche Firma betreibe, aufgespürt worden.

Laut Medienberichten sei mehrmals täglich und insgesamt mehr als 800 Mal auf die E-Mail-Eingänge zugegriffen worden. Nachrichten seien kopiert, verändert oder gelöscht worden. Eine externe Firma, die auf forensische Sicherstellung von Daten spezialisiert ist, dokumentierte für den geschädigten Betrieb den Diebstahl über ein Jahr lang. Vor rund sechs Wochen habe das Unternehmen die Unterlagen bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt eingereicht. Donnerstagfrüh soll es dann zu Hausdurchsuchungen an drei Standorten gekommen sein.

Die Folge des Datenklaus seien Auftragsverluste an die Konkurrenz gewesen, denn diese könnte mit den gestohlenen Ausschreibungs- und Kalkulationsunterlagen knapp darunter liegende Angebote gelegt haben. Genau dieses Vorgehen erfülle den Tatbestand des "betrügerischen Datenmissbrauchs". Sticher meinte, dass seinem Unternehmen ein Schaden in bis zu siebenstelliger Höhe entstanden sei.

Quelle: kleinezeitung.at