| Offenbar hat es ein Hacker von der Insel auf die Innviertler Lehrerschaft abgesehen. Vor wenigen Monaten hatte er sich Zutritt auf die Adressdaten eines Innviertlers gemacht, um in dessen Namen um finanzielle Hilfe zu bitten – erfolgreich. Jetzt schlug der Hacker wieder zu. „Wir sind ganz aus dem Häusl. Auf der Straße werde ich von den Leuten angesprochen, ob ich schon aus Schottland zurück sei. Ich hoffe, dass niemand Geld überweist“, schildert ein Innviertler Lehrer. Er wurde Opfer eines Hackers, der sich via Internet Zugriff zu seinen Daten gemacht und mit einer leicht abgeänderten Yahoo-Adresse folgenden Text an die Kontakte verschickt hat: „Ich hoffe du kriegst diese Nachricht rechtzeitig. Brigitte und Ich habe einen Ausflug nach Aberdeen in Schkotland gemacht und dabei wurde meine Tasche mit Reisepass, Bargeld, und meine Kreditkarten gestollen. Habe schon meine Bank informiert, aber die Arbeiten nicht so schnell wie ich es haben will. Kannst du mir ein bischen Geld borgen damit ich alles erledigen kann und zur recht komme. Ich gebe dir das Geld so schnell wie möglich zuruck.“ Nachdem der Text im E-Mail nur so vor Fehlern strotzt, hofft der Lehrer, dass seine Freunde hellhörig werden und das Mail einfach löschen. „Das Geld sollte durch Western Union übermittelt werden. Um es zu holen, braucht man sich nicht einmal ausweisen, nur einen Code nennen“, sagt Rieds Bezirkspolizeikommandant August Weidenholzer. Er warnt davor, leichtgläubig auf derartige Aufrufe hereinzufallen. Im Mail ist aber auch noch eine kostenpflichtige Telefonnummer erwähnt. „Selbst wenn die Leute nichts überweisen, spätestens beim Wählen der Nummer wurde es teuer.“ Der betroffene Lehrer sagt: „All meine Kontaktdaten sind spurlos verschwunden. Ich habe weder mit Facebook noch mit Twitter etwas am Hut. Klarerweise sind wir jetzt verunsichert, weil ich ja auch schon oft Reisen via Internet gebucht und per Kreditkarte bezahlt habe. Freilich haben wir zur Bank schon Kontakt aufgenommen.“ Einen ähnlichen Vorfall gab es bereits vor wenigen Monaten, damals hatte der Hacker – zufällig oder auch nicht – ebenfalls einen Lehrer aus dem Innviertel im Visier. Zwei seiner nichtsahnenden Freunde überwiesen stolze Summen. Die Behörden in Schottland würden aber erst ab einer Schadenssumme von 5000 Euro zu ermitteln beginnen. Auch Bürgermeister betroffen - Nach dem gleichen Schema wurde zuletzt auch eine Internetadresse des Mehrnbacher Bürgermeister Peter Bahn gehackt. „Ich wurde Dutzende Male angerufen, wie es mir gehe. Die Hacker haben meinen Adressspeicher gelöscht, so konnte ich keine Warnmails ausschicken.“ Quelle: nachrichten.at |
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