| Hacker haben beim Elektronikkonzern Sony jede Menge Daten ausgespäht. Auch Kreditkarten-Informationen könnten darunter sein. Was Kunden jetzt wissen sollten. Was könnten Betrüger mit den Kreditkarten-Daten anrichten? Kriminelle könnten mit ausgespähten Daten – Kreditkartennummer, Inhaber und Gültigkeitsdatum – auf Einkaufstour gehen und das Konto des tatsächlichen Karteninhabers belasten. Zwar bemüht sich Sony zu beschwichtigen: der dreistellige Sicherheitscode auf der Rückseite der Kreditkarte soll nicht unter den gehackten Daten sein. Da dieser Sicherheitscode aber längst nicht von allen Unternehmen bei Zahlungen abgefragt wird, ist diese Information nur teilweise beruhigend. Was mache ich, wenn mit meiner Kreditkarte gezahlt wurde? „Stellt der Verbraucher fest, dass Zahlungen mit seiner Kreditkarte vorgenommen wurden, die er nicht selbst veranlasst hat, muss er das dem Kreditkartenunternehmen sofort mitteilen“, sagt Markus Feck von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Das Kreditkartenunternehmen bucht die Zahlung dann zurück. Nutzer von Playstation Network oder Qriocity sollten ihre Kreditkartenabrechnung also sehr sorgfältig überprüfen. Selbst aktiv werden müssen Verbraucher ansonsten allerdings nicht. Im Gegenteil. Experte Feck rät sogar davon ab, die Kreditkarte vorsorglich sperren zu lassen oder gleich eine neue zu beantragen. „Sonst bleibt der Verbraucher auf den Kosten für die Sperrung oder für die neue Karte sitzen.“ Wer haftet für Schäden? Die Beweislast liegt nicht beim Verbraucher, er muss den Missbrauch lediglich sofort melden. „Im Zweifel würden das Vertragsunternehmen und das Kreditkartenunternehmen sich darüber streiten, wer den Schaden zu tragen hat“, sagt Feck. Der Verbraucher kann auf keinen Fall belangt werden. Datendiebstahl und klassischer Diebstahl werden also unterschiedlich behandelt. Eine Mitschuld des Kunden wäre nämlich nur denkbar, wenn ihm PIN und Kreditkarte gleichzeitig abhandenkommen. Der Grund: Mit PIN und Kreditkarte könnten Betrüger am Automaten Geld abheben. Sie sollten deshalb nie zusammen aufbewahrt werden, um eben jenes Risiko zu vermeiden. Sony weist im Zusammenhang mit den aktuellen Vorfällen deshalb auch dezidiert darauf hin, dass das Unternehmen auf keinen Fall telefonisch oder per Mail Sicherheitsnummern abfragen werde. Sollte ein Kunde dennoch entsprechende Anfragen erhalten, ist davon auszugehen, dass am anderen Ende der Leitung erneut Kriminelle zugange sind. Deshalb sollten Verbraucher Fragen nach Sicherheitscodes keinesfalls beantworten und gegebenenfalls die Polizei informieren. Quelle: focus.de |
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