| Auf den ersten Internet Security Days (13. bis 15. September 2011) referieren Experten unter anderem über die steigende Bedrohung für Smartphones. Besonders Android-Geräte seien anfällig für Angriffe. Die Gefahr lauert im Market. Wie kommen die Schadprogramme aufs Handy? - Der Android Market wächst rasant. Unter den Hundertausenden Apps tummeln sich zunehmend Anwendungen, die eine dunkle Seite haben. Aufgrund der hohen Zahl fällt die Kontrolle schwer. Gerade bei kostenlosen Angeboten ist die Hemmschwelle gering, das Programm einfach mal auszuprobieren. Wer Pech hat, lädt sich mit dem Spiel auch einen Trojaner oder Ähnliches herunter. Besonders hinterhältig: Oft werden Schadfunktionen erst mit einem Update von einem vorher vertrauenswürdigen Programm eingeschmuggelt. Was richten Schadprogramme an? - Verseuchte Apps klinken das Smartphone in Botnetze ein und stehlen beispielsweise die IMEI-Nummer, Zugangs- und Zahlungsdaten. Einige Programme rufen teure Rufnummern an, schicken kostspielige Premium-SMS oder schleusen weitere Schädlinge ein. Vorsicht bei Jailbreaks - Durch Apples Überprüfung der Inhalte im App Store sind iPhone-Nutzer besser geschützt. Allerdings öffnet ein Jailbreak auch die Hintertür für Anwendungen, die nicht Apples Kontrolle unterliegen und Schadsoftware aufs Handy bringen können. Wie kann ich mich schützen? - Installieren Sie nicht unbedacht jede App. Lesen Sie sich vor der Installation und vor jedem Update die neuesten Bewertungen anderer Nutzer durch. Werfen Sie zudem einen skeptischen Blick auf die Zugriffsrechte, die die App verlangt. Das ist leider recht kompliziert: Eine Bildbearbeitung muss natürlich Daten lesen und schreiben, aber telefonieren muss sie nicht. Da es für den Einzelnen kaum möglich ist, die Masse an Apps und deren Updates hinreichend zu kontrollieren, fordern Experten von der ENISA (European Network and Information Security Agency) auf den Internet Security Days in ihrem Bericht die Zusammenarbeit der unterschiedlichen App-Stores und ein mehrstufiges Sicherheitssystem. Quelle: computerbild.de |
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