| Das Sicherheitsrisiko für Smartphone und Tablet-PC nimmt rapide zu. Laut dem jüngsten Sicherheitsreport des IT-Konzerns IBM wird sich die Anzahl der Schadprogramme für mobile Endgeräte in diesem Jahr voraussichtlich verdoppeln. Besonders über App-Märkte von Drittanbietern bringen Hacker Viren und Trojaner in Umlauf. Den Nutzern kann dies teuer zu stehen kommen. Ein Smartphone oder Tablet-PC ohne eine gepflegte Sammlung an Hilfsprogrammen (Apps) macht kaum Sinn. Doch wer nicht aufpasst, fängt sich mit den Apps einen Trojaner ein. Denn die Schadprogramme tarnen sich oft als kostenlose Kopien beliebter Programme, Lösungshilfen für Smartphone-Spiele (cheats) oder Cracks, die Kauf-Software auch ohne Zahlung freischalten. Sind die Schädlinge erst einmal auf dem Handy können Sie persönliche Daten wie Passwörter und TANs für das Online-Banking ausspionieren. Ein neuer Typ Schadsoftware versendet laut dem IBM-Report sogar Texte an kostenpflichtige Premium-SMS-Dienste, die von den Hackern eigens eingerichtet wurden. Die Opfer merken frühesten mit der nächsten Handyrechnung, dass etwas nicht stimmt. Android-Marktplätze für Viren - Besonders Smartphones mit Googles Betriebssystem Android sind von schadhafter Software bedroht. Denn während die Anzahl der Android-Nutzer stetig steigt, überprüft Google die Sicherheit der Apps nicht. So tauchten in der Vergangenheit wiederholt bösartige Apps im offiziellen Android Market auf, die der Konzern nachträglich aus dem Android und von den Smartphones löschen musste. Neben dem offiziellen Android Market gibt es auch eine Reihe von App Märkten, die von Dritten betrieben werden. Da hier noch weniger Kontrolle herrscht, sind diese inoffiziellen Downloadportale vor allem mit schädlichen Raubkopien verseucht. Wie IBM berichtet werden illegal kopierte Apps mit Viren auch gerne über Peer-2-Peer-Netzwerke verbreitet. iPhones mit Jailbreak - Die Besitzer eines iPhone oder iPads müssen sich beim Download neuer App weniger Sorgen machen. Denn im Gegensatz zu Google überprüft Apple die Neuzugänge in seinen AppStore sehr gründlich. Dennoch ist auch das iPhone nicht vor Hackern und Abzockern gefeit. Viele iPhone-Nutzer wenden beispielsweise einen Jailbreak an. Denn nur so lassen sich auch nicht genehmigte Apps nutzen, die auf alternativen AppStore wie Cynga angeboten werden. Damit setzen sich iPhone-Nutzer jedoch derselben Gefahr aus wie die Besitzer eines Android-Handys. Darüber hinaus weist Apples mobiles Betriebssystem ebenso wie Android unterschiedliche Sicherheitslücken auf, die Hackern immer wieder ein Schlupfloch bieten. Smartphones sicher machen - Einen absoluten Schutz gegen Handy-Viren gibt es zwar nicht, dennoch können Sie das Risiko bereits mit wenigen Maßnahmen minimieren. Dabei ist ein Antiviren-Programm auch für das Handy unbedingt notwendig. Darüberhinaus sollten Sie neue Apps nur über die offiziellen App-Märkte herunterladen. Achten Sie auch auf die Berechtigungen, die Sie einer App geben. Zum Beispiel sollte "ein Spiel keine Zugriff auf GPS und SMS benötigen", warnt IBM. Finden Sie einen Gratis-Download für ein kostenpflichtiges-Programm, heißt es Vorsicht. Die Chancen, dass es sich dabei um Schadsoftware handelt, sind sehr hoch. Der CHIP-Ratgeber "Handy-Viren: Jetzt wird es gefährlich!" verrät Ihnen, wie Sie Berechtigungen für Android-Apps prüfen können. Außerdem bietet der Ratgeber einen guten Überblick über Antiviren-Software für Android. Den Ratgeber gibt auch als PDF-Download in der Softwareload Flatrate. Quelle: t-online.de |
Neue Artikel
- NEWS Datenpanne bei Twitter
- NEWS wetter.com verteilte Malware
- NEWS Sichere Dropbox
- NEWS Informationsverpflichtung bei Datenmissbrauch
- NEWS Neue Hacker-Gruppe "The Unknowns" - Erste Angriffe auf die NASA und ESA
- NEWS Tausende Twitter-Passwörter im Netz veröffentlicht
- NEWS Vorratsdaten: Liste der speicherpflichtigen Betreiber
- NEWS Computer-Sicherheit: Grazer entwickelt neuen Standard
ESCOP empfehlen
Verwandte Beitraege
|
NEWS App-Märkte mutieren zu den neuen Viren-Brutstätten
|

